

Krimi oder persönliche Einblicke? Im Rahmen unseres Jubiläumsprogramms mussten sich die Besucher*innen nicht entscheiden – sie bekamen gleich beides geboten. Zwei Lesungen, die unterschiedlicher kaum hätten sein können, aber eines gemeinsam hatten: Sie hinterließen bleibenden Eindruck.
Den Auftakt machte der Schriftsteller, Gesundheitsmanager, systemische Coach und Theaterspieler Tim Zwick. Mit seinem ungewöhnlichen Ermittler Ares Rot hat er eine ganz eigene Figur in die Krimiwelt eingeführt. Bei seiner Lesung aus dem Roman Rot wie Nebel, der im Theatermilieu in Landau spielt, nahm er das Publikum mit auf eine spannende Spurensuche. Besonders die regionalen Bezüge sorgten für viele zustimmende Schmunzler und machten die Geschichte für die Zuhörer*innen noch greifbarer. Ein spannender Abend, der Lust auf mehr machte.
Persönlicher wurde es bei der zweiten Lesung mit Aleksander Knauerhase. In seinem Buch Autismus – mal anders erzählt er von seinem eigenen Lebensweg. Erst mit 35 Jahren erhielt er die Diagnose Autismus – eine Erkenntnis, die sein Leben grundlegend veränderte. Vieles, was zuvor unverständlich erschien, ergab plötzlich Sinn und eröffnete ihm eine neue Sicht auf sich selbst und seine Wahrnehmung. Heute setzt sich Aleksander Knauerhase als Referent dafür ein, über Autismus aufzuklären und das Verständnis für die Bedürfnisse autistischer Menschen zu stärken. Seine Lesung war geprägt von großer Offenheit, ehrlichen persönlichen Geschichten und überraschend viel Humor. Gerade diese Mischung machte den Abend so authentisch und berührend.
Zwei Lesungen – zwei völlig unterschiedliche Themen – und doch ein gemeinsames Ziel: Menschen miteinander ins Gespräch bringen, Perspektiven erweitern und Geschichten erzählen, die noch lange nachwirken. Genau solche Begegnungen machten unser Jubiläum so besonders.