Simrit-Ring

Objekt Nr. 4

Mit der Eröffnung einer Außenstelle auf dem Werksgelände der damaligen Freudenberg Dichtungs- und Schwingungstechnik GmbH & Co. KG schrieb die Gemeindediakonie 1988 Sozialgeschichte.

Erst als Außenstelle, später dann als eigenständige Werkstatt entstand in Westdeutschland eine Arbeitsstätte für Menschen mit Behinderung direkt in einem Industrieunternehmen – lange bevor „Inklusion“ zum gesellschaftlichen Leitbegriff wurde. Damals sprach man von Integration: von gemeinsamen Begegnungen, dem Mittagessen in der Kantine und echter Teilhabe am Arbeitsleben. Für viele Beschäftigte bedeutete dies Anerkennung, Zugehörigkeit und die Chance, mitten in der Gesellschaft tätig zu sein.

Von Beginn an spielte die Verarbeitung von Simmeringen eine zentrale Rolle. Die von Freudenberg gelieferten Dichtungsringe werden bis heute vereinzelt, verpackt, etikettiert und für den Versand vorbereitet. Aus kleinen Anfängen entwickelte sich ein hochprofessioneller Arbeitsbereich. In Spitzenzeiten wurden mehrere Millionen Ringe pro Jahr verarbeitet, heute sind es täglich rund 10.000 Stück.

Die Arbeitsbereiche der Gemeindediakonie stehen dabei für mehr als Produktion: Sie schaffen Teilhabe, ermöglichen Menschen mit unterschiedlichen Fähigkeiten sinnvolle Arbeit und machen deutlich, dass jeder Beitrag wertvoll ist.

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