Inklusives Theater

Faust in Leichter Sprache auf Fachtagung in Hamburg vorgestellt

Wie wird aus einem der bekanntesten Theaterklassiker ein Stück in Leichter Sprache – und was bedeutet das für Kunst und Inklusion? Mit diesen Fragen war Tina Lackner vom Büro für Leichte Sprache vom 26. bis 28. Februar 2026 bei der Tagung der Dramaturgische Gesellschaft in Hamburg zu Gast.

Begleitet wurde sie von Regisseur Daniel Cremer und Dramaturgin Mascha Luttmann vom Nationaltheater Mannheim (NTM) sowie Bastian Wurps, Outside Eye bei dem Projekt "Faust". In einem 2,5-stündigen Panel diskutierte das Team gemeinsam mit rund 70 Teilnehmenden über Leichte Sprache im Theater. Moderiert wurde das Gespräch von Anne Leichtfuß, einer bekannten Übersetzerin und Simultanübersetzerin für Leichte Sprache.

Im Mittelpunkt stand die Inszenierung von „Faust“ in Leichter Sprache am NTM, die 2025 Premiere feierte. Die Runde gab spannende Einblicke in die Übersetzungsarbeit mit und für die Zielgruppe und zeigte, wie aus klaren Regeln neue – teils überraschende – künstlerische Möglichkeiten entstehen.

Die gemeinsame Präsenz von NTM und Gemeindediakonie in Hamburg machte deutlich, wie eng künstlerische Arbeit und inklusive Praxis verbunden sind. Für die GDM war und ist diese Kooperation Ausdruck gelebter Teilhabe: Menschen mit Behinderung gestalten Kultur aktiv mit und bringen ihre Bedürfnisse ein.

Die Teilnahme an der Konferenz war somit mehr als ein Fachtermin. Sie bot die Gelegenheit, die inklusive Haltung der GDM in einen bundesweiten Diskurs einzubringen – und zugleich neue Impulse für die eigene Arbeit mitzunehmen.

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