
Selbstbestimmtes und inklusives Wohnen für Menschen mit Behinderung ist uns seit vielen Jahrzehnten ein zentrales Anliegen. In den 1980er Jahren bemühte sich der Verein in langen Vertragsverhandlungen um den Erwerb des damaligen Johann-Peter-Hebel-Kinderheims, um auch im Mannheimer Norden Wohnangebote zu schaffen. Am 15.09.1995 wurde das Gebäude als Wohnhaus Gartenstadt für erwachsene Menschen mit Behinderung übergeben.
Das Katharina-Zell-Haus dient bereits seit 1975 als Wohnhaus, das Johannes-Calvin-Haus änderte seine Ausrichtung 1986 vom Angebot für berufstätige junge Frauen und ledige Mütter zum heutigen Wohnangebot. Ab 1988 entstanden erstmals sogenannte Außenwohngruppen; daraus entwickelte sich 1993 die erste Trainingswohnung als Pilotprojekt. 2007 wurde mit dem Wohnhaus Wallstadt die letzte besondere Wohnform fertiggestellt. Ein weiterer Meilenstein folgte im Juli 2024 mit der Einweihung des Wohnhauses „Luise“ in der Rathausstraße in Neckarau. Dort entstanden sieben ambulant betreute Wohngemeinschaften für Menschen mit höherem Assistenzbedarf.
Die Entwicklung zeigt: Jeder Mensch hat das Recht auf selbstbestimmtes Wohnen und auf Wohnformen, die individuelle Bedürfnisse, Teilhabe und gutes Miteinander ermöglichen - und das nicht auf der grünen Wiese, sondern mitten im Stadtteil.
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