10 Objekte. 10 Geschichten

Unsere Ausstellung zum Jubiläum

Beim Jubiläumsfest waren sie bereits ein echter Hingucker – jetzt geht sie auf Reisen: unsere Ausstellung „10 Objekte“.

Zehn ausgewählte Gegenstände erzählen die Geschichte von 75 Jahren Gemeindediakonie Mannheim. Hinter jedem Objekt steckt eine besondere Erinnerung, ein wichtiger Meilenstein oder eine bewegende Geschichte aus unserer Vergangenheit.

Damit möglichst viele Menschen die Ausstellung erleben können, wandert sie nun durch unsere verschiedenen Standorte und wir nutzen die Gelegenheit, sie Ihnen auch online zu zeigen. So reisen die Geschichten weiter - und vielleicht kommen ja auch noch viele neue dazu!

Erich Otto Kühn

Erich Otto Kühn (1902–1979) prägte das kirchliche und soziale Leben Mannheims weit über seine Zeit hinaus. Als evangelischer Pfarrer, Gründer der Neckarauer Liebeswerke und Initiator der Gemeindediakonie verband er Glauben, Bildung und praktische Hilfe auf außergewöhnliche Weise.

Geboren in Hochhausen am Neckar, studierte Kühn nach dem Abitur Theologie in Berlin, Heidelberg und Greifswald. Schon früh verfolgte er die Vision einer Kirche, die nicht nur verkündet, sondern durch tätige Nächstenliebe wirkt. An seiner ersten Pfarrstelle geriet er in Konflikt mit dem Nationalsozialismus und wurde nach Neckarau versetzt.

Nach 1945 engagierte sich Kühn mit großer Energie für Heimkehrer, Kriegsgefangene und den Wiederaufbau des Gemeindelebens. Unter dem Dach der Neckarauer Liebeswerke entstanden Kindergärten, Wohn- und Assistenzeinrichtungen für Menschen mit Behinderung, eine Senioreneinrichtung, Ausbildungsstätten sowie das Johann-Sebastian-Bach-Gymnasium mit Internat.

Erich Kühn verstand christlichen Glauben als gelebte Verantwortung für den Menschen und eine enge Verflechtung von Gemeinde, Schule und Diakonie. Somit wirken seine sozialen und pädagogischen Impulse bis heute  besonders im Neckarauer Dreiklang aus Matthäuskirche, Bach-Gymnasium und Gemeindediakonie fort.

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